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Landrat Uwe Schmidt übergibt 141.339 Euro für Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses in Zwergen

Gemeinsam wurde eine gute Lösung gefunden: (v.l.) Landrat Uwe Schmidt, Bürgermeister Harald Munser, Ortsvorsteher Günter Jordan-Kleinschmidt und Peter Nissen, Leiter des Servicezentrum Regionalentwicklung, vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Zwergen. Gemeinsam wurde eine gute Lösung gefunden: (v.l.) Landrat Uwe Schmidt, Bürgermeister Harald Munser, Ortsvorsteher Günter Jordan-Kleinschmidt und Peter Nissen, Leiter des Servicezentrum Regionalentwicklung, vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Zwergen.

Zwergen. Nur die Älteren im Liebenauer Ortsteil Zwergen können sich noch erinnern, wann das letzte Mal etwas am Dorfgemeinschaftshaus erneuert wurde. Doch jetzt geht es mit großen Schritten voran. Am Mittwoch überbrachte Landrat Uwe Schmidt einen Bewilligungsbescheid über 141.339 Euro. Mit dem Geld aus dem kommunalen Finanzausgleich kann die Sanierung des 1899 erbauten Gebäudes beginnen, das durch einen Neubau zudem erweitert werden soll. Insgesamt sollen 250.000 Euro investiert werden, so Harald Munser, der Bürgermeister von Liebenau.

Am Anfang steht jedoch ein mit der Landesdenkmalpflege abgestimmter Abriss. Ein direkt neben der ehemaligen Dorfschule gelegenes Fachwerkhaus muss weichen, damit ein barrierefreier Zugang zum Dorfgemeinschaftshaus geschaffen werden kann. Damit, so Munser, entstehe zudem ein kleiner Dorfplatz mit Sichtachse auf die Kirche. Für Landrat Uwe Schmidt ein Beispiel für die „gute und lösungsorientierte Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege im Landkreis“.

Aber auch im Dorfgemeinschaftshaus selbst wird sich einiges ändern: Ein Durchbruch zwischen Gemeinderaum und Erweiterungsbau schafft Platz für größere Veranstaltungen. Zudem werden eine neue Küche und neue Sanitäranalgen eingebaut sowie der Jugendraum neu gestaltet. Die Bauarbeiten sollen bis Sommer 2019 abgeschlossen sein.

„Mir ist es wichtig, dass wir überall vergleichbare Lebensverhältnisse schaffen, auch an den Rändern des Landkreises“, betonte Landrat Uwe Schmidt in seiner Ansprache. Einig waren sich Schmidt und Munser darin, dass es nun auf das Engagement der Menschen vor Ort ankomme, die im Rahmen eines Betreibermodells eingebunden werden sollen.

Es habe im Vorfeld auch Stimmen gegeben, die für einen kompletten Neubau auf der „grünen Wiese“ plädiert hätten, räumte Munser ein, und man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Doch nun habe man gemeinsam eine gute Lösung gefunden. Ausschlaggebend sei gewesen, keinen Leerstand zu produzieren und ein Kulturdenkmal in Zwergen zu erhalten. In diesem Zusammenhang dankte der Bürgermeister insbesondere Peter Nissen vom Servicezentrum Regionalentwicklung für die hervorragende Kooperation.

Hintergrund:
Die Stadt Liebenau ist seit 2013 im Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen. Grundlage aller noch bis 2022 im Programmzeitraum realisierten Maßnahmen ist ein Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK), in dem die Bedarfe für die Dorfentwicklung in den Stadtteilen von Liebenau festgelegt wurden.

17.11.2017




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