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Lernen über Grenzen hinweg

Rebekka Bräck (19) und Jessie Jacobsson (18) sammelten Erfahrungen in der Altenpflege im Käthe-Richter-Haus der AWO. Rebekka Bräck (19) und Jessie Jacobsson (18) sammelten Erfahrungen in der Altenpflege im Käthe-Richter-Haus der AWO.

Austauschschüler aus dem schwedischen Arvika sind in Betrieben in der Region Kassel zu Gast

Region Kassel. Neugierig schaut Felix Hafström von der Taserud-Schule im schwedischen Arvika, wie Moritz Kreutz aus Fulda mit dem Stechbeitel ein Stück Holz bearbeitet. Beide befinden sich gerade in der Ausbildung zum Zimmermann. Aber kunstvolles Rankwerk, wie es sich als Schmuck an vielen nordhessischen Fachwerkhäusern findet, ist in Skandinavien unbekannt. Hier im Kasseler Bundesbildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes (Bubiza) werden solche Techniken gelehrt. Und auch deshalb ist der 18-jährige Hafström für sein Praktikum hier. "Wir haben in Schweden viele Holzhäuser, aber hier kann ich wirklich noch einiges lernen", sagt er und lächelt.

Dass man in Deutschland auch noch einiges von Schweden lernen kann, davon zeigen sich Rebecca Bräck und Jessie Jacobsson überzeugt. Die beiden jungen Frauen aus Arvika haben schon drei Jahre Ausbildung hinter sich und wechseln bald auf die Universität. Zuvor aber wollten sie noch ins Ausland, um neue Erfahrungen zu sammeln. Seit einer Woche sind sie im Käthe-Richter-Haus der AWO, wo sie ihr Praktikum in der Altenpflege machen. "Das Haus ist sehr nett und die Atmosphäre gut", betont Bräck. "Aber", so die 19-Jährige, "in Schweden ist der Arbeitsalltag für die Pflegekräfte nicht so belastend."

Zwei Wochen lang sind zehn Jungs und vier Mädchen aus Schweden in der Region Kassel zu Gast, um bei verschiedenen Ausbildungsbetrieben neue Erfahrungen zu sammeln. "Unterschiedliche Techniken und Herangehensweisen sind dabei das eine", erklärt die schwedische Lehrerin Marie Wallin, die die Schülerinnen und Schüler nach Deutschland begleitet hat. "Wichtiger aber noch ist es, die Sprachbarriere zu überwinden mit Menschen aus anderen Ländern zusammen zu arbeiten."

Hintergrund:
Arvika hat rund 14.000 Einwohner und liegt in der mittelschwedischen Provinz Värmland, nahe der Grenze zu Norwegen. Der Schüleraustausch mit der Region Kassel findet schon seit einigen Jahren regelmäßig statt. Der Kontakt kam ursprünglich auf Vermittlung der Jugendbildungswerke von Stadt und Landkreis Kassel zustande. Inzwischen wird der Austausch von den Beruflichen Schulen organisiert und von der Europäischen Union über das Programm Erasmus+ gefördert. Jedes Jahr fahren auch Auszubildende aus der Region Kassel nach Arvika.

19.03.2018

 




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