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Flexibilität in der Dorfentwicklung – positives Beispiel in Helsa

Auf dem Foto sieht man von links nach rechts Landrat Uwe Schmidt, Karl-Ludwig Opper, Bürgermeister Tilo Küthe und Peter Nissen vom Servicezentrum Regionalentwicklung. Auf dem Foto sieht man von links nach rechts Landrat Uwe Schmidt, Karl-Ludwig Opper, Bürgermeister Tilo Küthe und Peter Nissen vom Servicezentrum Regionalentwicklung.

Helsa. Die Gemeinde Helsa gehört zu den Kommunen im Landkreis Kassel, in denen aktuell das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen umgesetzt wird. "Bei der Aufnahme in das Programm muss jede Gemeinde sich dazu verpflichten, keine neuen Baugebiete auszuweisen, die in Konkurrenz zur Innenentwicklung im Dorfkern stehen", informiert Landrat Uwe Schmidt über eine zentrale Rahmenbedingung des Förderprogramms. Diese Vorgabe hatte zur Folge, dass das von Gemeinde Helsa geplante Baugebiet "Alter Sportplatz" für die Dauer der Dorfentwicklung nicht hätte realisiert werden können. "Gemeinsam mit der Kommune und den Aktiven der Arbeitsgruppe "Leben und Wohnen in Helsa" haben wir nach einer Lösung gesucht, da diese kleine neue Baugebiet Helsa sehr hilft und auch zeitnah entwickelt werden soll", so Schmidt weiter. Das zuständige Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz habe die Argumente aus Helsa aufgenommen und jetzt "eine Ausnahmegenehmigung für die Bebauung des Alten Sportplatzes erteilt – für diese Flexibilität im Interesse der Gemeinde sind wir sehr dankbar", freut sich Schmidt.

Die Nachfrage nach Baugrundstücken in Helsa ist "ungebrochen hoch", betont Bürgermeister Tilo Küthe. Die Idee, den nicht mehr genutzten Sportplatz als Baugebiet auszuweisen, lag daher auf der Hand. "Neubau geht allerdings nur, wenn gleichzeitig Innenentwicklung stattfindet", informiert der Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung des Landkreises Peter Nissen.

Aus dem Kreis der Helsaer Kommunalpolitiker entwickelte sich im Herbst 2016 die Arbeitsgruppe "Leben und Wohnen in Helsa", die sich in der Folge intensiv um die Entwicklung des Dorfkerns in Helsa kümmerte. "2013 zu Beginn der Dorfentwicklung gab es noch sechs leerstehende Häuser im Dorfkern von Helsa – jetzt ist nur noch eines übrig geblieben", berichtet Karl-Ludwig Opper von der Arbeitsgruppe. Auch im Bereich Baulücken habe die Arbeitsgruppe "ganze Arbeit geleistet". Opper: "27 Baulücken wurden genauer untersucht und mit allen Eigentümern Gespräche über eine Vermarktung geführt". 18 Eigentümer hatten kein Interesse an einem Verkauf des Grundstücks und bei den restlichen neun sei es aus den unterschiedlichsten Gründen bisher nicht gelungen, einen Verkauf zu realisieren.

"Diese intensive Beschäftigung mit der Innenentwicklung und den Möglichkeiten noch Baulücken zu schließen war die Grundlage dafür, eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen", berichtet Servicezentrumsleiter Nissen.

"Eine gemeinsame Initiative und gute Argumente überzeugen dann auch ein Ministerium und so haben wir ein gutes Beispiel für Verwaltungsflexibilität zugunsten des ländlichen Raums", betont Landrat Schmidt abschließend.

20.03.2018




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