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Kampf gegen Multiple Sklerose (MS)

Professor Julian Bösel (2.v.l.), Chefarzt der Neurologie am Klinikum Kassel, erläuter-te anhand eines überdimensionierten Modells des menschlichen Gehirns Ursachen und Auswirkungen der MS-Erkrankung. Interessierte Gesprächspartner waren (v.l.) Bernd Crusius (Geschäftsführer DMSG-Hessen), Anne Janz (Gesundheitsdezernentin der Stadt Kassel), Sonja Waschilowski (MS-Beratungsstelle Kassel), Jürgen Klahold (Leiter MS-Stammtisch Baunatal) und Andreas Siebert (Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Kassel). Professor Julian Bösel (2.v.l.), Chefarzt der Neurologie am Klinikum Kassel, erläuter-te anhand eines überdimensionierten Modells des menschlichen Gehirns Ursachen und Auswirkungen der MS-Erkrankung. Interessierte Gesprächspartner waren (v.l.) Bernd Crusius (Geschäftsführer DMSG-Hessen), Anne Janz (Gesundheitsdezernentin der Stadt Kassel), Sonja Waschilowski (MS-Beratungsstelle Kassel), Jürgen Klahold (Leiter MS-Stammtisch Baunatal) und Andreas Siebert (Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Kassel).

Zwei Drittel der Betroffenen wohnen auf dem Land –
Digitalisierung soll für bessere Vernetzung sorgen


Region Kassel. "Unheilbar optimistisch" – unter diesem Motto stand der 10. „Welt-MS-Tag" auf dem Königsplatz in Kassel. Selbsthilfegruppen aus Kassel und dem Landkreis nutzten den Aktionstag, um sich vorzustellen und um mit MS-Betroffenen, Angehörigen und Interessierten ins Gespräch zu kommen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung am Mittwochvormittag von Anne Janz, Gesundheitsdezernentin der Stadt Kassel, und Andreas Siebert, dem Vizelandrat des Landkreises Kassel.

Beide betonten in ihren kurzen Ansprachen, wie wichtig die Hilfe und Unterstützung für die Betroffenen und ihre Angehörigen sei und dankten den örtlichen Selbsthilfegruppen und Stammtischen für ihre wertvolle Arbeit. Es gelte, so Janz, Mut zu machen, aber auch das Umfeld so zu gestalten, dass die Betroffenen „gut mit uns leben können“.

Siebert hob die besondere Situation im ländlichen Raum hervor. „Es ist wichtig, Barrieren gerade bei der Mobilität abzubauen“, betonte er. Der Landkreis habe bereits vieles erkannt, es gebe aber auch noch Baustellen. Eine Chance sehe er in der Digitalisierung, die es erlaube, sich leichter zu vernetzen.

Einige Zahlen legte Bernd Crusius, Geschäftsführer der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) in Hessen, vor: In Deutschland gibt es rund 240.000 Erkrankte. „Jedoch ist die Dunkelziffer hoch“, so Crusius, „denn viele der Betroffenen schweigen, aus Angst ihren Arbeitsplatz zu verlieren.“ Die meisten Menschen trifft es mitten im Leben. 70 Prozent sind Frauen.
Etwa zwei Drittel der Betroffenen wohnen im ländlichen Raum. Grund dafür sei, so Crusius, dass viele Erkrankte arbeitsunfähig werden, von Sozialleistungen leben müssen und deshalb in Gebiete mit bezahlbaren Mieten ziehen. Deshalb sei der Verband bemüht, die Hilfen im ländlichen Raum zu verstärken.

Unter anderem wurde für die Region Kassel  ein weiteres Fahrzeug angeschafft. Allerdings sucht die MS-Beratungsstelle für die Region Kassel, die ihr Büro im „Atrium“ direkt gegenüber vom Bahnhof Wilhelmshöhe hat, noch nach ehrenamtlichen Fahrern.

Wer Beratung sucht oder seine Hilfe anbieten will, kann sich an Sonja Waschilowski von der Beratungsstelle Kassel wenden.

Kontakt:
Telefon: 0561 - 2075 946.
Email: waschilowski@dmsg-hessen.de

Hintergrund:

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark), die zu Störungen der Bewegungen, der Sinnesempfindungen und anderen weitgehenden Beeinträchtigungen führen kann. Trotz intensiver Forschungen ist die Ursache der Krankheit nicht bekannt. Sie ist jedoch nicht ansteckend. Welche andere Faktoren zum Auftreten der MS beitragen, ist ungewiss. Die Zahl der Erkrankten in Deutschland steigt. Jedoch haben sich auch die Behandlungsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren verbessert, weshalb die Lebenserwartung der Betroffenen heute höher ist.

Weitere Infos unter: www.dmsg-hessen.de

Das Spendenkonto der DMSG Hessen:

Bank für Sozialwirtschaft,
IBAN: DE74 550 205 000 007 605 200,
BIC: BFSWDE33MNZ

 


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