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28 neue Absolventen der Jugendleiterausbildung Landkreis Kassel hat Spitzenposition in Hessen

Übergabe der Jugendleitercard (JuLeiCa) im Kreishaus

Kreis Kassel. Im Rahmen einer kleinen Feier bekamen 28 neue Absolventen der Jugendleiterausbildung von Vizelandrat Andreas Siebert im Kasseler Kreishaus ihre Jugendleitercard (JuLeiCa) überreicht. Rund 1.800 junge Ehrenamtliche im Landkreis Kassel können inzwischen nachweisen, dass sie pädagogisch und menschlich geeignet sind, Kinder und Jugendliche zu betreuen. Damit nimmt der Landkreis in Hessen eine Spitzenposition ein.
In einer kurzen Ansprache lobte Siebert das Engagement der jungen Männer und Frauen während der Ausbildung sowie die Bereitschaft sich ehrenamtlich in der Jugendarbeit zu engagieren. Die mindestens 60 Stunden umfassende JuLeiCa-Ausbildung zu den Themenbereichen Pädagogische Grundlagen, Recht und Erste Hilfe findet an sechs verlängerten Wochenenden in den Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Landkreises auf dem Sensenstein und in Wülmersen statt.

Besonders zufrieden zeigte sich der Erste Kreisbeigeordnete mit der großen Nachfrage nach der Ausbildung zum Jugendleiter. "Wir müssen jedes Jahr Interessenten abweisen, da wir nicht genügend Plätze zur Verfügung haben", so Siebert, der betont: "Das Vorurteil, dass Jugendliche kein Interesse an ehrenamtlicher Arbeit haben, wird damit widerlegt."

Die gute Basis ehrenamtlichen Engagements in der Jugendarbeit im Kreis führt der Vizelandrat auf das vorhandene dichte Netz ehrenamtlicher Jugendarbeiter im Landkreis Kassel zurück. "Dieses Netz bietet vielen Kindern und Jugendlichen Halt und Orientierung in der Freizeit und nicht zuletzt anregende Betreuung während der Ferienfahrten und der Vereinsarbeit." Teilnehmer in den vom Landkreis angebotenen Freizeiten werden von qualifizierten Betreuern angeleitet, begeistern sich für diese Arbeit, lassen sich selbst ausbilden und sind das beste Vorbild für die nächste Generation von Jugendlichen.

Dass das Engagement in der Jugendbildung nachhaltig ist, zeigt, dass auch die Auffrischungskurse für die Jugendleitercard auf große Nachfrage stoßen. Da die Bescheinigungen nach drei Jahren ihre Gültigkeit verlieren müssen diese regelmäßig im Rahmen eines Auffrischungskurses verlängert werden.

Hintergrund:
Die JuLeiCa ist ein Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Jugendarbeit. Voraussetzung für den Erwerb ist die Vollendung des 16. Lebensjahres und ein Nachweis über eine absolvierte Erste-Hilfe-Ausbildung. Im Rahmen der Ausbildung lernen die Lehrgangsteilnehmer, Kinder und Jugendliche selbstständig anzuleiten, Freizeiten zu planen, Gruppen zu führen sowie die eigene ehrenamtliche Tätigkeit zu reflektieren.

Die Card-Inhaber erhalten eine Reihe von Vergünstigungen. So sind mit der JuLeiCa unter anderem freie Museumseintritte und Rabatte verbunden. Zunehmende Bedeutung hat die Bescheinigung auch im Rahmen von Bewerbungen: Als Nachweis für den Erwerb sozialer Schlüsselqualifikationen, wie Teamarbeit und Einfühlungsvermögen wird sie von Arbeitgebern positiv gewichtet. Auch von Landesseite wird die ehrenamtliche Jugendarbeit unterstützt: Das Hessische Freistellungsgesetz bietet die Grundlage für die Übernahme von Lohnausfallkosten an Unternehmen, wenn ein Mitarbeiter ehrenamtlich für die Jugendarbeit aktiv ist.
Neben den Jugendämtern des Landkreises werden ehrenamtliche Jugendbetreuer von den Kirchen, Feuerwehren und der Sportjugend ausgebildet.

Weitere Informationen zur Jugendleitercard gibt es beim Fachbereich Jugend des Landkreises Kassel. Die telefonische Kontaktadresse lautet: 0561/1003-1302 (Sigrid Dörfler), per Mail an sigrid-doerfler@landkreiskassel.de.

Die 28 Teilnehmer der aktuellen Jugendleiterschulung kommen aus Calden, Bad Emstal, Espenau, Fuldabrück, Göttingen, Habichtswald, Hess.-Lichtenau, Kaufungen, Kassel, Naumburg, Schauenburg, Vellmar, Wolfhagen und Zierenberg.

13.06.2018




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