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„DSGVO ist kein Grund zur Panik“

Vizelandrat Andreas Siebert (links) und Bernd Klenke (rechts), stellvertretender Vorsitzender beim Sportkreis Region Kassel, begrüßten Dr. Frank Weller vom Landessportbund Hessen im Kasseler Kreishaus. (Foto: Bernhard) Vizelandrat Andreas Siebert (links) und Bernd Klenke (rechts), stellvertretender Vorsitzender beim Sportkreis Region Kassel, begrüßten Dr. Frank Weller vom Landessportbund Hessen im Kasseler Kreishaus. (Foto: Bernhard)

Dr. Frank Weller, Datenschutzexperte des Landessportbund Hessen, referiert vor 120 Vereinsvertretern im Kreishaus

Landkreis Kassel. "Die Vereine müssen etwas tun." Und: "Die DSGVO ist kein Grund zur Panik." Zwei Sätze, die den Vortrag von Dr. Frank Weller vom Landessportbund Hessen gut zusammenfassen. Rund 120 Vereinsvertreter waren ins Kreishaus gekommen, um dem Vortrag des Datenschutzexperten zu lauschen und natürlich auch Fragen zu stellen.

Fast drei Stunden nahm sich Weller Zeit, um auf die neue Datenschutzgrundverordnung einzugehen. Unterstützt von Schaubildern erläuterte er die neue Gesetzeslage. Lieferte aber auch gleichzeitig praktische Beispiele für die Umsetzung in den Vereinen. Immer gewürzt mit einer Prise Humor. Und das kam bei den Zuhörern gut an.

"Die neue DSGVO kam so überraschend wie Weihnachten", lautete so ein launischer Satz von Weller, der die Zuhörer schmunzeln ließ. Oder: "Die Datenschutzaufsicht in Wiesbaden hat Zähne bekommen, aber das heißt nicht, dass sie beißt." Womit er zum Ausdruck brachte, dass die Vereine vorerst noch nicht mit Strafen zu rechnen hätten. Deutlich wurde auch, dass die Landesämter die Gesetzeslage zum Teil unterschiedlich auslegen. Weshalb manches noch nicht endgültig geregelt sei. Dies betreffe insbesondere die Verpflichtung zur Ernennung eines Datenschutzbeauftragten in den Vereinen, so Weller, der den Anwesenden riet: "Machen sie sich auf die Suche nach einem Datenschutzbeauftragten, aber wenn sie nicht gleich jemanden finden, dann geraten sie nicht in Panik." Teilweise seien die Angebote von externen Beratern überteuert und man könne durchaus verhandeln.

Insgesamt seien die Regelungen der DSGVO durchaus vernünftig, betonte der Experte. Denn: "Bei näherer Betrachtung erweisen sich die Vorschriften als nachvollziehbar und auch von normalem Menschenverstand getragen." Grundsätzlich, so Weller, sei es gut, wenn sich die Vereinsvorstände Gedanken darüber machten, was mit den Daten ihrer Mitglieder geschehe. Das bedeute natürlich Arbeit.

Schon zu Beginn der Veranstaltung hatte Vizelandrat Andreas Siebert darauf hingewiesen, dass der Landkreis die Sorgen der Vereine kenne und daher ein eigenes Beratungsangebot geschaffen habe. "Dieses Angebot steht allen Vereinen, auch bei Nachfragen, weiterhin zur Verfügung", versicherte Siebert.

Sie sind Vereinsvertreter und haben Fragen zur DSGVO? Dann wenden Sie sich an den DSGVO-Koordinator beim Landkreis Kassel. Sie erreichen Herrn Bernhard unter der Mailadresse: andreas-bernhard@landkreiskassel.de. Da der Landkreis nach dem Rechtsberatungsgesetz keine eigene Beratung anbieten darf, wird Ihre Anfragen an einen Experten weitergeleitet, der sich umgehend mit Ihnen in Verbindung setzt.

19.10.2018


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