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Finanzierung für Diemeltaler Höhenzüge steht

Auf dem Foto sieht man die Vertreter der beteiligten Kommunen und Institutionen beim Erwandern eines kurzen Teilstücks des neuen Fernwanderwegs. Von rechts nach links: Martin Lange (Bürgermeister Trendelburg), Thomas Sievers (Stadt Borgentreich), Reinhard Schaake (Bürgermeister Wolfhagen und Vorsitzender Verein Region Kassel-Land e.V.), Peter Nissen (Servicezentrum Regionalentwicklung Landkreis Kassel), Stefanie Koch (LEADER-Region Diemelsee-Nordwaldeck), Marcus Dittrich (Bürgermeister Bad Karlshafen), Vizelandrat Andreas Siebert, Rainer Rauch (Bürgermeister Borgentreich), Harald Munser (Bürgermeister Liebenau) und Jan Kolditz (ehrenamtlicher Projektbegleiter und Wanderprofi). Auf dem Foto sieht man die Vertreter der beteiligten Kommunen und Institutionen beim Erwandern eines kurzen Teilstücks des neuen Fernwanderwegs. Von rechts nach links: Martin Lange (Bürgermeister Trendelburg), Thomas Sievers (Stadt Borgentreich), Reinhard Schaake (Bürgermeister Wolfhagen und Vorsitzender Verein Region Kassel-Land e.V.), Peter Nissen (Servicezentrum Regionalentwicklung Landkreis Kassel), Stefanie Koch (LEADER-Region Diemelsee-Nordwaldeck), Marcus Dittrich (Bürgermeister Bad Karlshafen), Vizelandrat Andreas Siebert, Rainer Rauch (Bürgermeister Borgentreich), Harald Munser (Bürgermeister Liebenau) und Jan Kolditz (ehrenamtlicher Projektbegleiter und Wanderprofi).

Bad Karlshafen/Hofgeismar/Liebenau/Trendelburg/Landkreis Kassel. Die Finanzierung für das bundeslandübergreifende touristische Kooperationsprojekt "Diemeltaler Höhenzüge – Grenzlandschaft zwischen Corvey und Herkules" ist gesichert. "Ich freue mich, dass nun auch für den hessischen Teil die Finanzierung für den Fernwanderweg geklärt ist – das Projekt hat so überzeugt, dass wir Fördermittel in Höhe von 46.956 Euro aus Mitteln des europäischen LEADER-Programms bewilligen können", informiert Vizelandrat Andreas Siebert. Bundeslandübergreifende LEADER-Projekte sind eine Besonderheit, da Fördermittel in der Regel nur für eine LEADER-Region zur Verfügung stehen. "Bei einem Fernwanderweg, der sich an natürlichen Landschaftsräumen und nicht an Gebietsgrenzen orientiert, hätte das keinen Sinn gemacht; wir haben daher zu einem Trick gegriffen, der das formale Problem gelöste hat", so Siebert weiter. Für den nordrhein-westfälischen Teil der Wanderstrecke hat die Lokale Aktionsgruppe Kulturland Kreis Höxter den notwendigen Antrag gestellt, auf hessischer Seite übernahm die Stadt Trendelburg diese Koordinationsaufgabe.

Siebert: "Alle beteiligten Regionen, zu denen auch die LEADER-Region Diemelsee-Nordwaldeck gehört, haben in ihren regionalen Entwicklungskonzepten dem naturverträglichen Tourismus eine besondere Bedeutung zugewiesen". Geschichtlich und infrastrukturell hängen die Diemelanreiner in Ostwestfalen und Nordhessen sowieso eng zusammen. Die Vermarktung des neuen Streckenwanderwegs soll daher auch eine Gemeinschaftsaufgabe für Naturparke, Touristische Arbeitsgemeinschaften und Einzeldestinationen werden. "Regionaler Aktivtourismus ist eine große Chance für den ländlichen Raum und die Diemeltaler Höhenzüge werden sicher ein Wander-Highlight werden", verspricht der Vizelandrat.

Der neue Fernwanderweg soll als Themenwanderweg realisiert werden. Neben der reichhaltigen Kulturlandschaft mit 24 Hektar Kalk-Halbtrockenrasen und dem Prädikat "Eines von Europas wichtigsten Schmetterling-Gebieten" (European Prime Butterfly Area) spielen die religiösen Zeugnisse des Fürstbistums Paderborn, der reformatorischen Bewegung und des Judentums sowie die über Jahrhunderte andauernden Grenzstreitigkeiten zwischen dem Fürstbistum und der Landgrafschaft Hessen die zentrale Rolle. Entlang des Fernwanderwegs gibt es allein 210 Grenzsteine.

Die Kosten für den hessischen Teil des neuen Wegs belaufen sich auf rund 75.500 Euro; den die Förderung übersteigenden Betrag bringen die Kommunen an der Strecke gemeinsam auf.

"Ich bin mir sicher, dass von den Diemeltaler Höhenzügen ein weiterer Impuls für die Entwicklung des nachhaltigen Tourismus in unserer Region ausgehen wird und dass sich rund um den Weg viele attraktive Angebote für Touristen und Einheimische entwickeln werden", sieht Vizelandrat Siebert die Basis für eine Stärkung der lokalen Wirtschaft und regionalen Identität im Diemeltal gelegt.

Hintergrund:
Die Europäische Union und das Land Hessen unterstützen ländliche Regionen mit speziellen Förderprogrammen, die als Anschubfinanzierung für eigenständige Entwicklungen gedacht sind. Ziel der Förderprogramme ist es, die Lebensqualität in der Region zu sichern und zu entwickeln sowie Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen. Dabei sollen das vorhandene Potenzial genutzt und die Stärken der Region ausgebaut werden. LEADER (franz.) steht für "Liason entre actions de dévelopment de l‘ économie rurale", das heißt: die "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft". Das europäische Programm soll die Wirtschaftskraft im ländlichen Raum verbessern und eine Entwicklung einleiten, die gleichermaßen ökologische, soziale und ökonomische Belange berücksichtigt.

Die Region KulturLandschaft HessenSpitze liegt in Nordhessen und umfasst die neunzehn Städte und Gemeinden Bad Karlshafen, Wahlsburg, Oberweser, Reinhardshagen, Trendelburg, Hofgeismar, Liebenau, Grebenstein, Immenhausen, Espenau, Vellmar, Fuldatal, Ahnatal, Calden, Habichtswald, Zierenberg, Breuna, Wolfhagen und Naumburg.

21.12.2018



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