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Arbeiten am Kulturdenkmal „Alte Schule“ sind aufwendiger als geplant

Bürgermeister Harald Munser und Vizelandrat Andreas Siebert (vorn) bei der Übergabe des erweiterten Bewilligungsbescheides. Dahinter Peter Nissen (Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung) sowie Mitglieder des Ortsbeirates von Zwergen und des Liebenauer Magistrats. Bürgermeister Harald Munser und Vizelandrat Andreas Siebert (vorn) bei der Übergabe des erweiterten Bewilligungsbescheides. Dahinter Peter Nissen (Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung) sowie Mitglieder des Ortsbeirates von Zwergen und des Liebenauer Magistrats.

Vizelandrat Andreas Siebert übergibt erweiterten Förderbescheid für die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Zwergen

Zwergen. „Bei der Sanierung von alten Gebäuden ist man vor Überraschungen nie sicher.“ Diese leidliche Erfahrung, so Vizelandrat Andreas Siebert, habe schon so mancher Bauherr machen müssen. Nun hat es auch die Stadt Liebenau getroffen. Bei den Arbeiten zur Sanierung und Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses im Ortsteil Zwergen wurde nach dem Abbruch eines Anbaus festgestellt, dass die Arbeiten an der Bausubstanz des Kulturdenkmals „Alte Schule“ umfangreicher sind als bisher angenommen. So sind zusätzliche Gefach- und Natursteinarbeiten sowie wie Maurerarbeiten zur Herstellung eines bisher nicht vorhandenen frostsicheren Fundaments erforderlich. Die so entstehenden zusätzlichen Kosten belaufen sich auf rund 44.000 Euro.

„Damit die Stadt Liebenau diese zusätzlichen Kosten nicht allein tragen muss, hat sich der Landkreis dafür eingesetzt, die bereits bewilligten Fördermittel noch einmal aufzustocken“, so Siebert. Mit Erfolg. Statt der ursprünglichen 141.339 Euro konnte der Vizelandrat nun einen erweiterten Bewilligungsbescheid über 168.690 Euro übergeben. Auch die ergänzende denkmalschutzrechtliche Genehmigung für die zusätzlichen Verschalungsarbeiten am Giebel des Gebäudes wurde bereits erteilt.

„Um die Maßnahme, die in 2017 noch nach alter Förderrichtlinie bewilligt wurde, mit einer Aufstockung versehen zu können, war es erforderlich, die Bedeutung für die gesamte Kommune festzustellen“, ergänzt Peter Nissen. „Das war in diesem Fall jedoch kein Problem, so der Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung beim Landkreis Kassel.

„Die Entscheidung noch einmal Geld in die Hand zu nehmen sei der Stadt nicht leicht gefallen“, räumte Bürgermeister Harald Munser ein. Doch jetzt sollten alle Beteiligten dahinter stehen. Denn: „Schon die bisherige Nutzung geht über den Stadtteil Zwergen hinaus“, erläutert Harald Munser. So nutzten etwa die Kirchengemeinden aus Niedermeiser und Ersen das Dorfgemeinschaftshaus in Zwergen, wie auch der TSV Ostheim/Zwergen für seine Pilates- und die Gymnastikgruppe. „Eine stadtteilübergreifende Nutzung fand auch bei privaten Feiern statt, da Niedermeiser, der größte Stadtteil Liebenaus, über kein eigenes DGH verfügt“, so der Bürgermeister. Daher begrüßten der Ortsvorsteher von Niedermeiser und der Vorsitzende der dortigen Vereinsgemeinschaft die Erweiterung und den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Zwergen ausdrücklich.

„Und zukünftig soll die Nutzung noch erweitert werden“, betont Munzer. So sollen überregionale Musikveranstaltungen im erweiterten und barrierefreien Dorfgemeinschaftshaus stattfinden sowie Volkshochschulkurse und Doppelkopf- und Schachturniere. Auch Filmvorführungen, Ausstellungen, Basare, Flohmärkte und Seniorennachmittage für alle Stadtteile sind geplant. In Kooperation mit der Jugendpflege Wilhelmsthal soll in den Räumen  monatlich ein Jugendprogramm für alle Jugendlichen der Stadt Liebenau ausgerichtet werden. Ferner haben die Kirchengemeinden Zwergen, Niedermeiser und Ersen angekündigt, die Nutzung des noch ausweiten.

„Für den Landkreis steht außer Frage, dass sich der zusätzliche Aufwand lohnt“, betont Siebert abschließend, „denn die „Alte Schule“ steht nicht nur für das kulturelle Erbe des Ortes Zwergen, sondern ist auch ein wichtiger Baustein bei der Bewältigung des demografischen Wandels im ländlichen Raum.“

18.01.2019




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