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Zwei Mönche kehren zurück

20190122 Bronzeskulptur Helmarshausen 200 So soll sie aussehen: Gerhard Briel und Karl May von der Kirchengemeinde präsentierten Vizelandrat Andreas Siebert (2.v.l.) und Bürgermeister Marcus Dittrich (rechts) ein Modell der Bronzeskulptur.

Kulturstiftung des Landkreises unterstützt Schaffung einer lebensgroßen Bronzeskulptur auf dem Klosterhof in Helmarshausen

Helmarshausen. Die prachtvollen Arbeiten der Mönche im Kloster Helmarshausen, wie das berühmte Evangeliar Heinrich des Löwen oder andere mit Edelsteinen verzierte Bücher und Tragaltare sind weltweit bekannt und gehören zu den wertvollsten Kunst- und Kulturschätzen Europas. Mit einer lebensgroßen Skulptur im Klosterhof Helmarshausen soll nun in besonderer Weise den im 12. Jahrhundert wirkenden Mönchen Heriman und Roger gedacht werden, die mit ihrer Buch- und Goldschmiedekunst diese Werke schufen. Gleichzeitig möchte die Evangelische Kirchengemeinde, zusammen mit der Stadt Bad Karlshafen, bei Besuchern und Einheimischen  die Neugier auf die Geschichte des Klosters wecken.

Bei der Übergabe eines Schecks über 2.000 Euro von der Kulturstiftung des Landkreises Kassel betonte Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Vizelandrat Andreas Siebert, die Bedeutung des Klosterareals in Helmarshausen als einer der kulturträchtigsten Orte in Nordhessen. "Die Verbindung von Kunst, Kultur und Natur im Naturpark Reinhardswald ist ein Aushängeschild für den Tourismus im Landkreis, lädt aber auch die Menschen aus der Umgebung zur Naherholung ein", so Siebert. Dafür biete sich unter anderem der Eco Pfad Archäologie Helmarshausen an, dessen Startpunkt im ehemaligen Kloster liegt und der durch die Skulptur aufgewertet werde.

Der vorgestellte Modellentwurf für die Skulptur stammt von der renommierten Bildhauerin Karin Bohrmann-Roth aus Grebenstein und zeigt den sitzenden Mönch Heriman, schreibend an einem Pult, und versetzt dahinter den Mönch Roger, der einen Stichel zur Bearbeitung eines Tragaltars in der Hand hält. Bekannte Werke von Bohrmann-Roth sind die "Samenfrau" im Tierpark Sababurg oder auch das Würfelspiel-Denkmal in Hofgeismar.

Da genügend Spenden für den ersten Bauabschnitt eingegangen sind, hat die Kirchengemeinde den Auftrag zur Erstellung der Bronzeskulptur bereits erteilt, konnte Gerhard Briel aus dem Kirchenvorstand erfreut mitteilen. Im Frühjahr soll das Gipsmodell abgenommen werden. Danach wird die Skulptur in einer Gießerei in Münster gegossen und soll im Rahmen des 1075jährigen Stadtjubiläums eingeweiht werden. Weitere Spenden, so Briel, sind erwünscht.

Hintergrund:
Die Kulturstiftung des Landkreises Kassel Die im Jahr 2000 gegründete Kulturstiftung des Landkreises Kassel engagiert sich in den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Theater und Musik. Ferner ist die Förderung und Unterstützung der Denkmalpflege ausdrücklich vorgesehen, wobei insbesondere die Erhaltung und Wiederherstellung von geschützten Baudenkmälern gefördert werden soll. Weitere Förderbereiche sind Volkskunde und Technikgeschichte in der Region, wobei die wissenschaftliche Erfassung von Sammlungen, die Abfassung, die Reproduktion und der Druck von Dokumentationen beson­dere Förderschwerpunkte bilden sollen.

22.01.2019



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