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Abfall verschwindet unter der Erde

Uwe Pietsch (links), Leiter des Eigenbetriebs Abfallentsorgung Kreis Kassel, und Christoph Beutekamp, Geschäftsführer der GEWOBAG Hofgeismar, beim Einbau der ersten drei Unterflurbehälter für Müll und Wertstoffe im Landkreis Kassel. Uwe Pietsch (links), Leiter des Eigenbetriebs Abfallentsorgung Kreis Kassel, und Christoph Beutekamp, Geschäftsführer der GEWOBAG Hofgeismar, beim Einbau der ersten drei Unterflurbehälter für Müll und Wertstoffe im Landkreis Kassel.

Premiere im Landkreis- Unterflurbehälter für das Petrihaus Hofgeismar

Hofgeismar. „Wir freuen uns sehr, die ersten Unterflurbehälter für Abfälle im Land-kreis hier in Hofgeismar installieren zu können – damit werden die Abfallbehälter am Petrihaus unsichtbar“, stellt der Leiter des Eigenbetriebs Abfallentsorgung Kreis Kassel Uwe Pietsch eine auch hessen- und bundesweit eher seltene Neuerung für den ländlichen Raum vor. Als die GEWOBAG für ihren Neubau Petrihaus mit der Idee auf den Eigenbetrieb, die Abfallbehälter in die Erde zu verlegen, habe man „gerne zugesagt“, so Pietsch weiter. „Für uns ist die unterirdische Müllentsorgung komfortabler und es dient der Verschönerung des Wohnumfeldes entlang der historischen Stadtmauer“, begründet Christoph Beutekamp, Geschäftsführer der GEWOBAG Hofgeismar die Initiative des Bauherrn. Außerdem hätten die Unterflurbehälter den „großen Vorteil, dass sie auf derselben Fläche bis zum fünffachen des Abfallvolumens eines herkömmlichen Abfallbehälters aufnehmen können“, so Beutekamp weiter. Die drei in die Erde versenkten Behälter ersetzen neun oberirdische 1.100 Liter Abfall- und Wertstoffbehälter. Beutekamp: „Zu sehen sind dann nur noch die drei eleganten Einwurfsäulen“.

Auch für die Nutzer hat die  neue Art der Abfallentsorgung Vorteile. Durch den mini-malen Platzbedarf werden andere Nutzungen auf dem Grundstück wie Spielflächen nicht beeinträchtigt. Die niedrige Einwurfhöhe macht die Abfallentsorgung für alle einfacher – die Müllentsorgung wird barrierefreier. Am Abfuhrtag müssen keine Behälter bereitgestellt werden – auch das vereinfacht die Abläufe für das Immobilienmanagement des Vermieters.

Da die Abfälle unter der Erde gesammelt werden, entstehen keine unangenehmen Gerüche und dadurch, dass die Einwurftrommeln nur mit Schlüsseln zu öffnen sind, ist eine Fremdnutzung ausgeschlossen. Auch Tiere haben keine Chance, die Abfälle auf der Suche nach Nahrung zu durchsuchen.

Pietsch: „Der Sammelbehälter wird aus dem Betonschacht komplett herausgezogen, über den Container des Kran-Lkws geführt und über die zwei Bodenklappen ent-leert“. Das Unterflursystem selbst besteht aus der Aufnahmevorrichtung, der Ein-wurfsäule, einer begehbaren Abdeckplatte, dem Sammelbehälter aus Metall, dem Betonbehälter als Hülle und einem Mantelrohr, das in die Einwurfsäule integriert ist und durch das der Abfall in den Behälter gelangt.

Für die GEWOBAG und für die Kreisabfallentsorgung handelt es sich bei dieser „unterirdischen Art der Abfallentsorgung“, wie Pietsch und Beutekamp schmunzelnd übereinstimmen, um eine Lösung, von der beide Partner profitieren. Die GEWOBAG hat sich vertraglich verpflichtet, die Baugrube herzustellen und übernimmt auch die Kosten für den Betonbehälter. Der Eigenbetrieb Abfallentsorgung ist wie bei herkömmlichen Abfallbehältern auch Eigentümer des Unterflur-Sammelbehälters und ist auch für die Wartung zuständig.

„Für uns ist das ein Pilotmodell und wir werden prüfen, wo wir noch im Landkreis Kasel Unterflurbehälter einsetzen können – wir weiten unsere Angebotspalette damit aus“, so Pietsch abschließend.

28.03.2019




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