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Wenn die Chefin beschattet wird

Sabine Scherer (links), Leiterin des Fachbereichs Jugend beim Landkreis Kassel, wurde einen Tag lang von der 22-jährigen Studentin Sina Diehl „beschattet“. ; © Foto: A. Bernhard Sabine Scherer (links), Leiterin des Fachbereichs Jugend beim Landkreis Kassel, wurde einen Tag lang von der 22-jährigen Studentin Sina Diehl „beschattet“.

Studentin Sina Diehl von der CVJM-Hochschule Kassel berichtet über ihr JobShadowing beim Landkreis Kassel

Landkreis Kassel. Viele Studierende wissen nicht genau, welchen beruflichen Weg sie nach dem Studium einschlagen sollen. Die meisten Studiengänge öffnen  einem viele Türen. Doch um hinter jede dieser Türen zu schauen, bräuchte es zeitaufwendige Praktika. Zeit, die Studierende nicht immer haben. Genau hierfür bietet sich JobShadowing* an – ein neuer Trend in Sachen Berufsorientierung.

Sina Diehl, die im 6. Semester Religions- und Gemeindepädagogik sowie Soziale Arbeit an der CVJM Hochschule in Kassel studiert, war zum JobShadowing beim Landkreis Kassel. Einen Tag lang begleitete die 22-Jährige die Leiterin des Fachbereichs Jugend, Sabine Scherer, bei der Arbeit.

Hinterher beantwortete sie uns drei Fragen:

Warum haben Sie sich für das JobShadowing bei Sabine Scherer, der Leiterin des Fachbereichs Jugend des Landkreises Kassel, entschieden?

Sina Diehl: Ich habe mich für das JobShadowing bei dem Landkreis Kassel und dem Fachbereich Jugend entschieden, weil mich zum einen die Arbeit im Jugendamt für meine berufliche Zukunft interessiert und ich gern einen Einblick in die Führung eines Amtes gewinnen wollte. Für den Landkreis Kassel habe ich mich aufgrund der Kooperation der Hochschule und des Landkreises entschieden. Die CVJM-Hochschule kooperiert in vielfältiger Weise mit dem Landkreis. Frau Scherer war nur wenige Wochen vor meinem JobShadowing zu einem Gastvortrag an der Hochschule.

Welche neuen Erkenntnisse konnten Sie mitnehmen?


Sina Diehl:
Ich habe einen Blick in das Jugendamt bekommen. Ich durfte zum Beispiel an der AG 78 teilnehmen, bei der freie Träger der Jugendarbeit und das Jugendamt miteinander im Gespräch sind. Aber mein Thema war vor allem „Führung“. Bei Frau Scherer konnte ich mir da einiges abschauen. So wie ich sie erlebt habe, ist sie eine vorbildliche Führungskraft, die authentisch, freundlich, menschenorientiert, pünktlich, klar, strukturiert und gewissenhaft arbeitet.

Würden Sie anderen Studierenden das JobShadowing empfehlen?


Sina Diehl: Auf jeden Fall. Ich habe vom JobShadowing sehr profitiert, da ich in einem Tag viel erleben, sehen und verstehen durfte. Frau Scherer hat mir alles gut erklärt, mich gut in die verschiedenen Gesetze und Strukturen eingeführt und immer ermutigt, Fragen zu stellen.

(*Der englische Begriff Shadowing bedeutet im allgemeinen Sinne beschatten. Beim JobShadowing beobachtet eine Person eine andere bei der Arbeit, um den jeweiligen Beruf kennenzulernen. Das JobShadowing dauert einen Tag. Im Gegensatz zu einem Praktikum arbeitet der Beobachtende nicht selbst mit, sondern sieht anderen bei ihrer Tätigkeit zu.)




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