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Stabile Bevölkerungszahl im Landkreis Kassel

Vizelandrat Andreas Siebert Vizelandrat Andreas Siebert

Demographischer Wandel wieder stärker spürbar

Landkreis Kassel. Mit 0,04 Prozent musste der Landkreis Kassel im Jahr 2018 wieder einen leichten Bevölkerungsrückgang verzeichnen. Bei den anderen nordhessischen Landkreisen ist eine ähnliche Entwicklung festzustellen – für die Stadt Kassel meldet das Statistische Landesamt in Wiesbaden einen Bevölkerungsanstieg von 0,4 Prozent. Den stärksten Bevölkerungsrückgang hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg mit 0,3 Prozent – alle anderen Landkreise sind relativ stabil zwischen minus 0,1 und minus 0,2 Prozent. Am 31. Dezember 2018 hatte der Landkreis Kassel 236.633 Einwohner – 106 weniger als Ende Dezember 2017.

"Die Entwicklung der letzten beiden Jahre zeigt, dass die Zahl der bei uns lebenden geflüchteten Menschen relativ stabil ist und dass jetzt wieder die Auswirkungen des demographischen Wandels stärker zu spüren sind", informiert Vizelandrat Andreas Siebert.

Deshalb sei auch wieder die Zweiteilung des Landkreises in die Kommunen rund um die Stadt Kassel und die Kommunen, die weiter von der Stadt Kassel entfernt liegen, festzustellen. Während im Altkreis Kassel ein Einwohnerzugewinn von 0,25 Prozent (344 Einwohner) zu verzeichnen ist, gingen die Zahlen für die Region Hofgeismar mit einem Minus von 0,38 Prozent (216) und für das Wolfhager Land mit einem Minus von 0,43 Prozent (169) zurück.

Dass sich an den Grundtrends des demographischen Wandels grundsätzlich nichts geändert hat, beweist auch der von den Wiesbadener Statistikern ermittelte Gestorbenen-Überschuss. Danach verstarben 2018 im Landkreis Kassel 1.169 mehr Menschen, als im gleichen Zeitraum Babys geboren wurden. Glücklicherweise zogen im letzten Jahr 637 mehr Menschen zu, als im gleichen Zeitraum weg aus dem Landkreis.

Unterschiedlich ist auch die Entwicklung der beiden ehemaligen Kreisstädte Hofgeismar und Wolfhagen. Während Hofgeismar 2018 wieder 84 Einwohner mehr hatte (Vorjahr + 37), musste Wolfhagen 2018 einen Verlust von 63 (Vorjahr + 2) verzeichnen. Die stabile Entwicklung der Bevölkerungszahl im Landkreis Kassel liegt laut Siebert an der Nähe zur Stadt Kassel und an der guten Infrastruktur im Landkreis im Bereich Bildung und Verkehr. "Außerdem macht sich das starke ehrenamtliche Engagement in unseren aktiven Dörfern bemerkbar", so Siebert weiter.

Die Herausforderung für den Kreis bleibe, durch gezielte Maßnahmen in die dörfliche Infrastruktur des ländlichen Raums besonders im Hofgeismarer und Wolfhager Land weiter zu stärken. Durch die Einrichtung des Servicezentrums Regionalentwicklung und der Bündelung aller Förderprogramme für den ländlichen Raum an einem Ort habe der Kreis bereits vor längerem organisatorisch auf die Entwicklung reagiert. "Wir können auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Förderprogrammen der Europäischen Union, des Bundes und des Landes zurückgreifen – eine Beratung in unserem Servicezentrum kann da auf jeden Fall weiterhelfen", betont Siebert.

Bei der Einwohnerbilanz der einzelnen Kommunen im Landkreis gibt es 2018 das traditionell uneinheitliche Bild. Steigende Einwohnerzahlen gab es im letzten Jahr in Bad Karlshafen, Baunatal, Fuldabrück, Habichtswald, Helsa, Hofgeismar, Immenhausen, Kaufungen, Lohfelden, Niestetal, Schauenburg, Vellmar und Wahlsburg. Den größten Zugewinn in absoluten Zahlen hatte 2018 Schauenburg mit 103 Einwohnern mehr – prozentual lag der höchste Zuwachs mit 1,19 Prozent in Immenhausen.

Prozentual und in absoluten Zahlen verlor 2018 Calden die meisten Einwohner. Hier sank die Einwohnerzahl um 204 (2,6 Prozent) auf 7.550. Dieser überdurchschnittliche Rückgang scheint nach Einschätzung des Landkreises mit einer statistischen Bereinigung nach Schließung der Erstaufnahmeeinrichtung zusammen zu hängen.

04.07.2019


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