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Familie und Bildung


 

Unterbringung und Betreuung

Wie erfolgt die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge im Landkreis Kassel?

Welche Immobilien eignen sich für Gemeinschaftsunterkünfte?

Wie erfolgt die Vermittlung von Flüchtlingen in Wohnungen?


Benötigt der Landkreis Personal für die Betreuung der Flüchtlinge?

 

Wie erfolgt die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge im Landkreis Kassel?

20150914 Asyl Pommern 200Mit Stand vom 30. Juni 2017 lebten 2.964 Flüchtlinge im Landkreis Kassel.

Flüchtlinge wohnen in allen Kommunen im Landkreis Kassel – die Bandbreite reicht von einem Neubürger in Reinhardshagen bis zu 699 in Wolfhagen (Stand jeweils Ende Juni 2017).

Im Unterschied zur Betreuungs- und Unterbringungssituation zu Beginn der 90er Jahre während der Zeit der Bürgerkriegsflüchtlinge vom Balkan, hat sich der Landkreis bei der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingssituation  für ein anderes Konzept entschieden. Notwendige Gemeinschaftsunterkünfte für die ankommenden Flüchtlinge werden vom Kreis selbst mit eigenem Personal betrieben, um so eine klare Verantwortlichkeit für eine den Bedürfnissen der Flüchtlinge entsprechende Betreuung zu erhalten. Außerdem wird zur besseren Integration nach einer Orientierungsphase der Flüchtlinge in ihrer neuen Heimat eine Unterbringung in von den Asylbewerbern selbst angemieteten Wohnungen angestrebt.

Während von November 2015 bis März 2016 jede Woche bis zu 150 neue Flüchtlinge im Landkreis ankamen, ist die Zahl der  Neuankömmlinge aktuell auf rund 20 im Monat gesunken. Aus diesem Grund verringert der Kreis seine Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen Schritt für Schritt.

Liste der Gemeinschaftsunterkünfte mit der jeweiligen Kapazität:

  Plätze   Plätze
Bad Emstal 60 Bad Karlshafen 50
Liebenzeller Straße
34308 Bad Emstal
C.-D.-Stunz-Weg
34285 bad Karlshafen
Bad Karlshafen 80 Bad Karlshafen 45
Winnefelder Straße
34285 Bad Karlshafen
Weserstraße
34285 Bad Karlshafen
Baunatal 140 Baunatal 60
Fuldastraße
34225 Baunatal
Lärchenweg
34225 Baunatal
Breuna 30 Espenau 45
Entengasse
34479 Breuna
Schulweg
34314 Espenau-Hohenkirchen
Fuldatal 150 Fuldabrück 40
Sonnenallee
34233 Fuldatal-Rothwesten
Industriestraße
34277 Fuldabrück
Helsa 25 Hofgeismar 42
Weinbergstraße
34298 Helsa
Manteuffel-Anlage
34369 Hofgeismar
Hofgeismar 60 Hofgeismar 60
Schöneberger Tor
34369 Hofgeismar
Neue Straße
34369 Hofgeismar
Immenhausen 25 Kaufungen 45
Kasseler-Straße
34376 Immenhausen-Holzhsn.
Sophie-Henschel-Weg
34260 Kaufungen
Lohfelden 60 Naumburg 30
Fieseler Werk
34256 Lohfelden
Oberer Semmet
34311 Naumburg
Nieste 10 Nieste 25
Kaufunger Straße
34329 Nieste
Rotte Breite
34329 Nieste
Niestetal 20 Oberweser 25
Kasseler Straße
34266 Niestetal-Heiligenrode
Berghof
34399 Oberweser-Oedelsheim
Oberweser 35 Oberweser 40
Brückenstraße
34399 Oberweser-Gieselwerder
Mühlenplatz
34399 Oberweser
Trendelburg 24 Vellmar 35
Mittelstraße
34388 Trendelburg-Deisel
Rosengarten
Warburger Straße
34246 Vellmar
Wolfhagen 25 Wolfhagen 825
Heideweg
34466 Wolfhagen
Pommernanlage
34466 Wolfhagen
Zierenberg 40    
Dörnbergstraße 35 A
34289 Zierenberg
 

Nicht allen Flüchtlingen gelingt es, eine Wohnung anzumieten. Es bleibt das erklärte Ziel des Landkreises, möglichst viele Mietverhältnisse in Wohnungen zu realisieren, da diese Unterbringungsform die Integration und die Teilhabe am Leben in Deutschland am besten ermöglicht. In Privatwohnungen werden in der Regel nur Flüchtlinge untergebracht, die bereits längere Zeit Deutschland leben und sich bereits in ihrer neuen Heimat akklimatisiert haben.

Ohne Gemeinschaftsunterkünfte wird und soll es  auch in Zukunft nicht gehen. Für die Neuankömmlinge aus den Hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen sind die Gemeinschaftsunterkünfte ein guter Weg, um in der neuen Umgebung heimisch zu werden. Sollte die Zahl der dem Landkreis vom Land Hessen zugewiesenen  Asylbewerber wieder auf mehr als 100 Flüchtlinge pro Woche steigen, kann schon aus organisatorischen Gründen zumeist nicht unmittelbar eine Vermittlung in private Wohnungen erfolgen.

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Welche Immobilien eignen sich für Gemeinschaftsunterkünfte?

Aktuell werden die Kapazitäten der Gemeinschaftsunterkünfte aufgrund der zurückgehenden Flüchtlingszahlen abgebaut – es besteht kein Bedarf an neuen Gemeinschaftsunterkünften

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Wie erfolgt die Vermittlung von Flüchtlingen in Wohnungen?

Der Landkreis ist wegen der begrenzten Zahl von Unterkunftsmöglichkeiten in den Gemeinschaftsunterkünften dringend darauf angewiesen, dass Flüchtlinge in Wohnungen ziehen.

Grundsätzlich gilt, dass die für die Flüchtlinge in Frage kommenden Wohnungen den rechtlichen Vorgaben entsprechen müssen, die ansonsten auch für Empfänger von Hartz IV-Leistungen gelten. Das heißt, dass die Größe der Wohnung und die Ausstattung den Anforderungen des SGB II entsprechen müssen. Im Landkreis variieren die Mieten zwischen dem direkten Umfeld der Stadt Kassel und den mehr ländlichen Räumen im Norden und Westen des Landkreises. Grundsätzlich sind Mieten von 4 Euro pro m² für Wohnungen für Flüchtlinge akzeptabel – in der Nähe von Kassel kann der Betrag höher liegen.
Wenn eine Wohnung durch einen Flüchtling angemietet wird, zahlt der Landkreis Kassel die Kosten für Miete und Heizung an den Vermieter.

Flüchtlinge, die keine Bleibeperspektive haben, weil sie aus einem „sicheren Herkunftsland“ oder einem sogenannten „sicheren Drittland“ kommen, werden nicht in Wohnungen vermittelt, da ihre Aufenthaltsdauer in Deutschland in der Regel auf wenige Monate beschränkt ist. Dies erfolgt auf Bitten der Vermieter, die verständlicherweise Interesse an einer längerfristigen Vermietung haben und nicht einen Wechsel der Mieter alle acht Wochen möchten.

 




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